17 Mär
Großer Sprung Richtung KOL
Revanche mit klarem Kantersieg
31 Mär
FC Mammolshain - FSG La/Grä/Mö/Nie 7:0
Ohlenschlaeger führt Mammolshain
Mammolshain (cdg) Marcus Ohlenschlaeger, mit 44 Jahren und zehn Treffern noch immer zweitbester Torschütze des Fußball-Kreisligisten FC Mammolshain, ist seit vergangenen Freitag nun auch dessen Vereinsvorsitzender. Und das kam nicht nur für den bisherigen Interimsboss Heiko Weck (55) mehr als unerwartet. Erst unmittelbar vor der Jahreshauptversammlung (JHV) hatte Ohlenschlaeger Weck mitgeteilt, dass er nicht unter ihm als Vize kandidieren wird, sondern selbst als Nachfolger des im Oktober verstorbenen Bernd Reimann antreten werde. Für Heiko Weck war damit klar, dass sein Auftrag erfüllt war und er den Weg freimacht. „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung!“. Zur Überraschung der 38 Wahlberechtigten von insgesamt 458 Mitgliedern, darunter fast die komplette Mannschaft, präsentierte Ohlenschlaeger der Versammlung Michael Weickel als seinen Mann des Vertrauens. „Wir kennen uns seit vielen Jahren, haben uns aber erst kurzfristig zur Zusammenarbeit entschlossen“. Die Aufgaben hat das gleichaltrige Duo klar festgelegt. „Ich bin für das Sportliche verantwortlich, Michael wird für die wirtschaftliche Seite zuständig sein“, so die Planung. Weickel wohnt idealerweise direkt gegenüber des Vereinsgeländes, kurze Weg sind also vorprogrammiert, auch wenn der neue Mann auf dem Sportplatz bisher noch nicht größer in Erscheinung getreten ist. Gerade auf dem Sektor Finanzen besteht großer Handlungsbedarf. Das weiß Ohlenschlaeger aus den vielen Vorstandssitzungen der letzten Monate. „Dem Verein fehlen Rücklagen, wir brauchen Sponsoren, die Decke ist zu dünn“, wie es Finanzchefin Camilla Schmidt in ihrem Bericht ausführte. Gerade mit Blick auf den Wiederaufstieg in die Kreisoberliga gilt das noch einmal ganz besonders.
Und die Meisterschaft ist den Mammolshainern nach dem jüngsten 7:0 (3:0)-Kantersieg gegen die Vierer-Spielgemeinschaft aus Laubach/Grävenwiesbach/Mönstadt und Niederlauken kaum noch zu nehmen. Zumal der bisherige Mitkonkurrent EFC Kronberg durch eine 2:3-Heimniederlage weiteren Boden verloren hat und als Tabellenzweiter nun Feldberg wieder im Nacken spürt. Nach den sieben Treffern weist der FCM echte Rekordzahlen auf: 49 Punkte, neun Punkte Vorsprung und 84 (!) Treffer. Alles überragend ist dabei die Bilanz von Rick Reinhard. Er traf mit dem 2:0 nach einer halben Stunde bereits zum 28. Mal. Dahinter folgt der neue Vorsitzende (traf per Kopfball zum 3:0) mit zehn Toren. Eröffnet hat den Torreigen Chiron Grueneberg (20.Minute), da hätte es freilich längst 4:0 stehen können. Das 23jährige Talent erzielte später noch das 5:0 und war damit ebenso zweimal erfolgreich wie Lukas Löffler (50. und 70.), der Ohlenschlaeger nach der Pause als Spitze abgelöst hat. Der 7:0-Endstand ging per Foulelfmeter auf das Konto von Heiko Ullmann.
Allein in den letzten drei Begegnungen gab es 20 Mal Grund zum Jubeln, davon 13 Mal in den beiden letzten Heimspielen unter dem „Aushilfstrainer-Duo“ Alex Beulich und Philipp Hees. „Man merkt, dass die Jungs Lust und Spaß haben“, so Beulich, dem es ebenso geht und der „Blut geleckt“ zu haben scheint am neuen Job. Auf Torejagd wird er sie auch am Sonntag (13.15 Uhr) beim Tabellenletzten SG Ober-Erlenbach schicken.